1945 - 1961: Marianne Pollak
Marianne Pollak (1891 - 1963)
war ausgebildete Sprachlehrerin für Englisch und Französisch, seit
den 1920er Jahren in der Sozialdemokratie aktiv, unter anderem als Lehrkraft in
der Schönbrunner Erzieherschule der Kinderfreunde und ab 1927
Mitarbeiterin der sozialdemokratischen Tageszeitung "Das Kleine Blatt".
Verheiratet mit Oscar Pollak, dem Chefredakteur der Arbeiter-Zeitung. 1934,
nach dem Verbot der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, illegale politische
Tätigkeit für die Revolutionären Sozialisten. 1936 Emigration
nach Brüssel, Paris und schließlich nach London. Unmittelbar nach
ihrer Rückkehr aus der Emigration im Herbst 1945 Übernahme der
Chefredaktion der neu bzw. wieder gegründeten Wochenzeitschrift "Die
Frau".
1945 - 1959 war Marianne Pollak Abgeordnete zum Nationalrat.
1961 - 1967: Bettina Hirsch
Bettina Hirsch (1901 - 1986).
1934, nachdem ihr Mann - er war Redakteur des "Kleinen Blattes" gewesen -
aufgrund des Verbotes der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und aller
sozialdemokratischen Medien, seinen Arbeitsplatz verlor, ging Bettina Hirsch,
damals Mutter zweier kleiner Kinder, nach England, um sich nach
Arbeitsmöglichkeiten umzusehen. Sie übernahm eine
Frühstückspension und brachte ihre Familie damit durch die Jahre der
Emigration. 1947 kehrte sie nach Österreich zurück, arbeitete zuerst
im Verein "Volkshilfe", dann in der Redaktion der "Zukunft" und
schließlich in der Zeitschrift "Die Frau".
1970 publizierte Bettina Hirsch unter dem Titel "Marianne. Ein
Frauenleben an der Zeiten Wende" eine Biografie Marianne Pollaks.
1967 - 1974/79*): Anneliese Albrecht
Anneliese Albrecht (geb. 1921), Mutter
zweier Söhne, wurde 1945 Witwe. Ihr Mann starb in der
Kriegsgefangenschaft. Von 1946 an war sie im Sozialistischen Presse- und
Verlagswesen tätig. Unter anderem in der Presse-Zentrale der SPÖ, als
Redakteurin des "Kleinen Blattes" und ab 1962 als Redaktionsmitglied der
Wochenzeitung "Die Frau".
1971 - 1981 war sie Abgeordnete zum Nationalrat, 1977 - 1982
Vorsitzende der Wiener Sozialdemokratinnen, und 1979 - 1983 gehörte sie
als Staatssekretärin für Konsumentenschutz im Bundesministerium
für Handel, Gewerbe und Industrie der Regierung an. *) Ab Oktober 1974 war Dr. Susanne Feigl
als geschäftsführende Chefredakteurin für die Führung der
Redaktionsgeschäfte und die journalistische Gestaltung der Zeitschrift
zuständig. Anneliese Albrecht blieb bis Ende 1979 jedoch offiziell
Chefredakteurin.
1974/1979*) - 1984: Dr. Susanne Feigl
Susanne Feigl (geb. 1945), Dr.
phil., Journalistin, Übersetzerin und Autorin. Während des Studiums
freie Mitarbeit im ORF. 1972 - 1974 Kolumnistin der Kronen-Zeitung. Seit 1985
freiberuflich bzw. selbständig als Publizistin tätig. Inhaltlicher
Schwerpunkt: Die Situation von Frauen in Österreich.
2002 publizierte sie eine Biografie von Johanna Dohnal,
Österreichs erster Frauenministerin. Titel: "Was gehen mich seine
Knöpfe an?" (Ueberreuter Verlag). *) Ab Oktober 1974 war Dr. Susanne Feigl als
geschäftsführende Chefredakteurin für die Führung der
Redaktionsgeschäfte und die journalistische Gestaltung der Zeitschrift
zuständig. Anneliese Albrecht blieb bis Ende 1979 jedoch offiziell
Chefredakteurin.
1985 - 1987: Doris Stoisser
Doris Stoisser (geb. 1943) war
seit 1.1.1972 Redakteurin der "Frau". Davor arbeitete sie bei sehr
unterschiedlichen Printmedien wie der "Freundin" oder, zuletzt, der
Tageszeitung "Express". Sie übernahm die Chefredaktion der "Neuen Frau",
nachdem schon klar geworden war, dass die SPÖ die beliebte
Frauenzeitschrift nicht weiterführen wollte. Nach der Einstellung der
Zeitschrift wechselte sie als so genannte "Ständige Freie Mitarbeiterin"
in den ORF, wo sie Sendungen wie "Im Gespräch", "Radiokolleg" oder
Hörbilder gestaltet.
Acht Jahre lang war sie Betriebsrätin und Mitglied einer
Arbeitsgruppe (FREG) der Europäischen Journalistenföderation (EFJ) in
Brüssel. |